Die Kurzantwort
Aluminium rostet nicht, ist leicht und braucht kaum Pflege; es ist das häufigste Material für Terrassenüberdachungen und Lamellen-Pergolen. Holz, meist Leimholz, wirkt warm und lässt sich gut bearbeiten, braucht aber Holzschutz und von Zeit zu Zeit einen neuen Anstrich. Stahl trägt viel und erlaubt schlanke Profile, muss aber durch Verzinkung oder Beschichtung gegen Rost geschützt sein. Die Wahl hängt von Optik, Pflegeaufwand und Spannweite ab.
Das Gestell trägt das Dach, und es prägt den Eindruck der ganzen Terrasse. Pfosten, Rinne und Sparren sind von unten jeden Tag zu sehen. Gleichzeitig entscheidet das Material darüber, wie viel Pflege das Dach in den nächsten Jahren braucht und wie weit es frei spannen kann. Drei Materialien sind üblich: Aluminium, Holz und Stahl. Dieser Ratgeber vergleicht sie und zeigt, worauf Sie beim Kauf achten sollten.
Aluminium: leicht und pflegearm
Aluminium ist das häufigste Material für Terrassenüberdachungen, Lamellen-Pergolen und viele Carports. Es rostet nicht, ist leicht und lässt sich zu Profilen pressen, in denen Rinne, Kabel und Fallrohr verschwinden. Die Profile sind meist pulverbeschichtet, also mit einer eingebrannten Farbschicht überzogen. Gängig sind Anthrazit und Weiß, oft auch weitere RAL-Farben.
Die Pflege beschränkt sich auf gelegentliches Abwaschen mit Wasser und mildem Reiniger. Ein Anstrich ist nicht nötig. Achten Sie darauf, dass Kratzer in der Beschichtung nicht mit scharfen Werkzeugen entstehen; kleine Stellen lassen sich mit einem Lackstift ausbessern, wenn der Hersteller einen anbietet.
Aluminium ist weniger steif als Stahl. Für große Spannweiten und schwere Glasdächer haben Aluminiumdächer deshalb kräftigere Profile oder zusätzliche Pfosten. Wie viel ein Modell trägt, steht als Schnee- und Windlast im Datenblatt.
Holz: warm und natürlich
Holz passt zu Holzterrassen, Gartenhäusern und naturnahen Gärten. Für Überdachungen und Carports wird meist Leimholz verwendet: verleimte Lamellen, die formstabiler sind als ein massiver Balken und sich weniger verziehen. Daneben gibt es Konstruktionsvollholz und einfaches Schnittholz.
Holz arbeitet. Es nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab, dabei können feine Risse entstehen. Das ist bei Holz normal. Wichtig ist der Holzschutz: Viele Modelle sind kesseldruckimprägniert oder werden unbehandelt geliefert und müssen vor dem Aufbau gestrichen werden. Ein Anstrich mit Lasur oder Farbe schützt vor Sonne und Regen und muss je nach Lage alle paar Jahre erneuert werden. Was der Hersteller empfiehlt, steht in der Anleitung.
Pfosten sollten nicht im Erdreich stehen, sondern auf Pfostenträgern ein Stück über dem Boden. So kann das Hirnholz abtrocknen. Mit einem Dach aus Stegplatten ist ein Holzgestell ein leichtes Paket; für schwere Glasdächer brauchen Holzgestelle kräftige Querschnitte.
Stahl: tragfähig und schlank
Stahl ist sehr fest. Deshalb lassen sich mit schlanken Profilen große Weiten überspannen, und auch schwere Dächer finden Halt. Stahl wird vor allem bei Carports und modernen Überdachungen mit klaren Linien eingesetzt.
Ungeschützter Stahl rostet. Für den Außeneinsatz ist er deshalb feuerverzinkt, pulverbeschichtet oder beides. Beschädigungen der Schutzschicht sollten Sie zügig ausbessern, damit dort kein Rost ansetzt. Stahl ist schwerer als Aluminium, was Aufbau und Fundamente beeinflusst.
Der Vergleich im Überblick
| Merkmal | Aluminium | Holz | Stahl |
|---|---|---|---|
| Pflege | gering, gelegentlich abwaschen | Anstrich alle paar Jahre | Schutzschicht prüfen und ausbessern |
| Rost und Fäulnis | rostet nicht | braucht Holzschutz | braucht Verzinkung oder Beschichtung |
| Gewicht | leicht | mittel | schwer |
| Optik | modern, glatt, viele Farben | warm, natürlich | schlank, technisch |
| Bearbeitung vor Ort | Profile nach Maß bestellen | lässt sich gut anpassen | nach Maß bestellen |
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
- Lasten: Vergleichen Sie die Angaben zu Schnee- und Windlast im Datenblatt, nicht nur das Material. Ein gut dimensioniertes Holzdach kann mehr tragen als ein schwaches Aluminiumdach.
- Dacheindeckung: Ein Glasdach ist schwerer als Stegplatten. Prüfen Sie, ob das Gestell für die gewünschte Eindeckung ausgelegt ist. Mehr dazu im Ratgeber Glas oder Polycarbonat?.
- Lieferumfang: Sind Rinne, Fallrohr, Pfostenträger und Befestigungsmaterial dabei? Das steht im Detailfenster.
- Farbe: Bei Aluminium und Stahl wählen Sie die Farbe meist als Variante. Passt sie zu Fenstern und Fassade?
- Aufbau: Holz lässt sich vor Ort anpassen, Metallprofile werden nach Maß geliefert. Messen Sie deshalb besonders genau.
Passende Modelle
Terrassenüberdachungen aus allen drei Materialien finden Sie unter Terrassenüberdachungen, Carports unter Carports. Im Filter Gestell grenzen Sie die Liste auf Ihr Wunschmaterial ein.
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Häufige Fragen
Welches Material hält am längsten?
Das hängt vor allem von der Pflege ab. Aluminium braucht am wenigsten Aufmerksamkeit. Holz und Stahl halten ebenfalls lange, wenn Holzschutz beziehungsweise Rostschutz regelmäßig geprüft und erneuert werden.
Wird Aluminium in der Sonne heiß?
Dunkle Profile erwärmen sich in der Sonne spürbar, helle weniger. Für die Temperatur unter dem Dach ist aber vor allem die Dacheindeckung entscheidend.
Kann ich ein Holzgestell selbst streichen?
Ja, viele Holzgestelle werden unbehandelt oder grundiert geliefert und vor oder nach dem Aufbau gestrichen. Am einfachsten ist es vor der Montage, weil Sie dann alle Seiten erreichen. Welches Produkt geeignet ist, empfiehlt der Hersteller.
Rostet ein verzinktes Stahlgestell?
Die Verzinkung schützt den Stahl lange. Wird sie beschädigt, etwa durch Bohren oder Kratzer, sollten Sie die Stelle mit einem passenden Mittel ausbessern.
